HHC-Serenade 2017

Am Freitag, 7. Juli 2017, veranstaltete der Handharmonika-Club Markgröningen (HHC) im Atrium der Ludwig-Heyd-Schule die HHC-Serenade 2017. An diesem schönen Sommerabend konnte das anwesende Publikum den Klängen verschiedener, hervorragender Musik-Formationen lauschen und dazu ausgewählte, leichte Sommerweine genießen.

In diesem Jahr eröffnete das Feierabendorchester des HHC unter der Leitung von Veronika Neuberger das abendliche Konzert mit dem Stück „Chanson d’amour“. Bei „Ray Charles in Concert“ konnten die Zuhörer einige Sequenzen aus Titeln des „Hohepriesters des Soul“ genießen: Mal melodisch, mal eher groovig oder mal beschwingt und am Ende wurde beim flotten „What I’d say“ begeistert mitgeklatscht. Ebenfalls groovig ging es mit dem durch Caro Emerald bekannten „A night like this“ weiter. Natürlich forderte das Publikum eine Zugabe und bekam so noch den Klassiker „Downtown“ zu hören.

In seiner Begrüßung bedankte sich der 1. Vorsitzenden Markus Thumm bei dem Orchester auch für das große Engagement beim „Ständlespielen“, bevor er kurz auf das folgende Highlight des Abends hinwies, denn beim Auftritt des Trios 2.1 durften die Zuhörer gleich erfahren, was man mit Können und flinken Fingern „aus einem Akkordeon so alles rausholen kann“. Die Formation bestand aus Alfred Berg, Hannelore Peters und Theresia Priwitzer, alle Lehrer/Innen für Akkordeon an der Städt. Musikschule. Sie hatten sich drei äußerst anspruchsvolle Titel des polnischen Akkordeonisten Janusz Wojtarowitcz ausgewählt. Nach dem Tango „Libertyn“ erzählten uns die Instrumente der drei Künstler dann bei „Little Story“ musikalisch eine Geschichte und schließlich fand die brillante Darbietung mit der Balkan-Volksweise „Balcan Dance“ ein furioses Ende. Das begeisterte Publikum forderte mit stehenden Ovationen eine Zugabe. Mit „Cafe Paris“ stimmte das Trio 2.1 dann gekonnt auf die kurze Pause ein.

Während derselben hatte das Team am Ausschank alle Hände voll zu tun, um die durstigen Kehlen mit gut gekühlten Getränken, kleinen Knabbereien und erfrischenden Melonenstückchen zu versorgen. Danach präsentierten sich die Accordion Harmmonists unter der Leitung von Wolfgang Blank. Der groovige Calypso-Boogie wurde von der jüngsten Formation an diesem Abend ebenso souverän vorgetragen wie das im Stile von Rondo Veneziano gehaltene Stück „Una Romanza Italiana“. Bei „Beatles für Akkordeon-Orchester“ wurde bei einigen der bekannten Klassiker mitgesungen und/oder die Feuerzeuge herausgeholt.

Der Akkordeonsolist Tobias Maier intonierte dann das Stück „Flick-Flack“, bei dem der Künstler die Finger wie Akrobaten über die Tasten tanzen lassen muss. Trotz Prüfungsstress im Studium gelang ihm eine hervorragende Darbietung und das alles auswendig, d.h. ohne Notenblatt!

Im Anschluss zeigte auch das 1. Orchester des HHC unter der Leitung von Wolfgang Blank wieder einmal, dass das Akkordeon mehr ist als „nur eine Quetschkommode“. Der kleine Streifzug durch die verschiedenen Facetten der Akkordeonmusik startete mit dem klassischen Titel „Ungarische Tänze Nr. 5 + Nr. 6“ nach Johannes Brahms, der pompöse, spielerische und filigrane Elemente zu bieten hatte. Ausnahmsweise an zweiter Stelle wurde dann die „Ouvertüre Furiant“ präsentiert. Dieses eigens für Akkordeon komponierte Stück machte seinem Namen alle Ehre. Bei „I got Rythm“ wurde das bekannte Thema von George Gershwin in konzertanten Variationen für Akkordeon-Orchester verarbeitet und gekonnt von den HHC-Akkordeonisten intoniert. Anschließend wurden die Besucher bei „Billy Joel in Concert“ noch mit einigen melodischen Klassikern aus der Feder dieses bekannten amerikanischen Künstlers verwöhnt. Natürlich forderte das begeisterte Publikum „einen Nachschlag“ und so verabschiedete sich das 1. Orchester mit den Zugaben „Music“ von John Miles und dem ebenfalls weltbekannten Hit „What a feeling“.

Da es der Wettergott auch in diesem Jahr wieder gut mit uns meinte, konnte der Abend bei netten Gesprächen und einem guten Gläschen noch gemütlich ausklingen.

Der HHC bedankt sich bei den Musikerinnen und Musikern, den Gästen, die für die Jugendarbeit gespendet haben, bei den Verantwortlichen der Ludwig-Heyd-Schule für die tolle „Location“ sowie natürlich wie immer bei allen „helfenden Händen“.

Serenade Publikum